Zukunftsblick mit der US Army
Über die Bauarbeiten und Planungen zum Ausbau des Standorts Wiesbaden der US Army haben sich Mitglieder der George-Marshall-Gesellschaft informiert. Der Standort wird Hauptquartier der US-Bodentruppen in Europa.
Bei dem Treffen gab es ein Wiedersehen mit dem Garnisonskommandanten Colonel Jeff Dill, der uns bereits bei unserer Gründungsversammlung 2009 auf dem Wiesbaden Army Airfield getroffen hatte. Er skizzierte kurz die Pläne der Amerikaner für den Standort Wiesbaden, der „eine wichtige Schaltstelle für alle Nato-Staaten" werde. Der für die Umbaupläne zuständige Direktor Roger Gerber führte uns auf einer Bustour durch die Siedlung Hainerberg, zum Army Airfield mit der künftigen Kommandozentrale und zu der neuen Wohnsiedlung südlich des Airfields, wo zusätzlich Soldaten unterkommen werden.
An dem Treffen nahmen auch mehrere Vertreter der Bundeswehr teil. Oberstleutnant Wolf-Teja von Rabenau (Landeskommando Hessen) erläuterte bei dieser Gelegenheit die Konsequenzen der Bundeswehrreform in Hessen und anderen Bundesländern.
(7.11.2011)
"Der Atlantik trennt nicht, sondern verbindet"
Der Besuch am Capitol in Washington gehört traditionell zum Rahmenprogramm beim Loudoun-Besuch. Bild: George C. Marshall Int'l CenterWieder waren MTK-Schüler in US-Partnerkreis Loudoun County zu Gast
„Der Atlantik trennt nicht, er verbindet": Diesen Schluss zieht Landrat Michael Cyriax aus dem jüngsten Besuch von MTK-Schülern im US-Partnerkreis Loudoun County. Wie Cyriax mitteilt, waren 16 Jugendliche von sieben Schulen im Rahmen des „Student Partnership Exchange Programs" (SPEP) im Norden Virginias zu Gast. Es war der insgesamt neunte Besuch im Rahmen dieses von beiden Kreisen initiierten Austauschprogramms.
Die MTK-Schüler kamen von der Brühlwiesenschule und Main-Taunus-Schule (Hofheim), dem Graf-Stauffenberg-Gymnasium (Flörsheim), der Albert-Einstein-Schule (Schwalbach), der Eichendorffschule (Kelkheim), der Heinrich-von-Kleist-Schule (Eschborn) und der Heinrich-Böll-Schule (Hattersheim) - „ein echtes Kreisschülerprojekt", fasst Cyriax zusammen.
In Loudoun County konnten die Gäste mehrere Tage lang den amerikanischen Arbeitsalltag in den verschiedensten Institutionen erleben: im Hospital Inova, in einer Zahnarztpraxis, bei dem Kunststoff verarbeitenden Unternehmen Rehau, am Geschäftsflughafen der Kreisstadt Leesburg, bei Gericht, im Lehrbetrieb einer Schule sowie in Kreisbehörden und -institutionen in den Bereichen Familie, Umwelt und Tierschutz. Auch ein Besuch in der nahegelegenen US-Hauptstadt Washington gehörte zum Programm. Außerdem besuchten sie den Unterricht in den dortigen Schulen. Untergebracht waren sie in Gastfamilien.
„Mit SPEP bieten wir unseren Schülern nicht nur internationale Erfahrung und unterstützen sie dabei, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern", erläutert Cyriax. „Die Schüler auf beiden Seiten lernen auch, das jeweils andere Land zu verstehen und können neue Freunde gewinnen."
Wie der Landrat mitteilt, werden Ende November Gastschüler aus Loudoun County im Main-Taunus-Kreis erwartet. Sie wohnen ebenfalls in Gastfamilien, gehen zur Schule und absolvieren je nach ihren Berufszielen Kurzzeitpraktika in verschiedenen Institutionen. In diversen Ausflügen werden sie außerdem den MTK und die Region kennen lernen.
SPEP wurde 2006 von den Partnerkreisen MTK und Loudoun ins Leben gerufen. Auf amerikanischer Seite wurde es zunächst von der County-Verwaltung unter dem dortigen Landrat Scott York organisiert, inzwischen hat das George C. Marshall International Center in Leesburg diese Aufgabe übernommen. Dieses Bildungszentrum erinnert an die Leistungen des früheren US-Außenministers, der mit seinem Hilfsprogramm nach dem Zweiten Weltkrieg („Marshall-Plan") den Wiederaufbau in Westdeutschland und anderen Ländern unterstützte.
(2.11.2011)
Marshall-Stipendium ausgeschrieben
Marshall-Bibliothek in Lexington. Bild: MTKDie George-Marshall-Gesellschaft schreibt ein Stipendium für Studierende, Examenskandidaten und Doktoranden aus, die sich mit den transatlantischen Beziehungen und dem Marshall-Plan befassen. Gefördert werden ein Aufenthalt in der Marshall-Bibliothek in Lexington und in Dodona Manor in Leesburg. Bewerben können sich Interessenten, die in der Region Frankfurt/Rhein-Main wohnen.
Medieninformation Marshall-Stipendium 20[...].pdf
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"George-Marshall-Haus" an MTK-Schule
Bild: MTKDer Erweiterungsbau der Konrad-Adenauer-Schule Kriftel wurd ebei der Eröffnung "George-Marshall-Haus" getauft. Gleichzeitig wurde eine Büste mit dem Kopf von George Marshall dort angebracht. Wie Landrat Gall (links im Bild) bei der Vorstellung eines Erweiterungsbaus der Schule sagte, soll die Büste die Schüler an Leistung Marshalls erinnern. Der Erweiterungsbau kann auch als Ort für Veranstaltungen der Marshall-Gesellschaft fungieren. Die Berufsschule hat partnertschaftliche Kontakte mit dem CS Monroe Technology Center in Loudoun County.
Erinnerungen an den Bürgerkrieg

Der amerikanische Bürgerkrieg (1861-65) wird von vielen nach wie vor als der für die Vereinigten Staaten entscheidende Krieg in ihrer Geschichte betrachtet. Im Jahr 2011 wird mit zahlreichen Veranstaltungen an die damaligen Feldzüge und Schlachten erinnert, besonders in der Region Washington DC und auch in Loudoun County. Loudoun County war damals zersplittert zwischen Anhängern der Nord- und der Südstaaten. Die Linien verliefen zum Teil durch die Dörfer. In Loudoun County wurde in einer Parade an den Bürgerkrieg erinnert. (Bilder: MTK)
Wirtschaft und Bildung im Fokus
Besuch in der George-Washington-Universität. (Bilder: MTK)MTK-Delegation mit Gall im Partnerkreis Loudoun County
Die Weiterentwicklung der Kreispartnerschaft mit Loudoun County stand im Zentrum eines MTK-Delegationsbesuchs in dem Partnerkreis nahe Washington D.C. Unter Führung von Landrat Berthold Gall trafen die Besucher aus dem Main-Taunus-Kreis mit Politikern, Unternehmern, Verwaltungsleuten und Vertretern des Bildungswesens zusammen. Dabei ging es unter anderem um den Aufbau von Wirtschaftsbeziehungen. „Der Schüleraustausch zwischen beiden Kreisen läuft bereits hervorragend", so Gall, „jetzt müssen wir weitere Partner aus Wirtschaft, Tourismus, Wissenschaft und anderen Bereichen mit ins Boot holen, um alles auf noch breitere Füße zu stellen."
An dem Besuch nahmen Kreisbeigeordneter Michael Cyriax sowie Vertreter der fünf Kreistagsfraktionen teil: Ursula Worms (CDU), die Landtagsabgeordnete Nancy Faeser (SPD), Marianne Knöß (Grüne), der Eschborner Erste Stadtrat Mathias Geiger (FDP) und Karl Heinz Spengler (FWG). Mit dabei war auch der ehrenamtliche Koordinator des Schulaustauschprogramms, der frühere Kreistagsabgeordnete Edgar Nebel. Von der Verwaltung nahmen Galls Persönlicher Referent Martin Woitschell und Pressereferent Dr. Johannes Latsch teil.
Da sowohl im Kreistag seit der Kommunalwahl teilweise neue Abgeordnete sitzen und auch in der Verwaltung von Loudoun County Personal gewechselt hat, diente der Besuch laut Gall auch dazu, Kontinuität in der Partnerschaft zu gewährleisten. Der Landrat stellte Kreisbeigeordneten Cyriax offiziell als seinen Amtsnachfolger vor. Cyriax, der sein Amt am 1. Oktober antritt, sicherte Loudouns Landrat Scott York zu, die Kreispartnerschaft zu unterstützen und auszubauen.
Mit Unternehmen in Loudoun County wurde erörtert, wie die beiden Kreise Wirtschaftsbeziehungen knüpfen können. Zu diesen Begegnungen zählte auch ein Gespräch mit dem Senator Mark Herring, der den Bundesstaat Virginia im US-Kongress vertritt. Um gegenseitige Tourismusförderung ging es bei einem Besuch der Fremdenverkehrsagentur von Loudoun County. Auch Kontakte mit Winzern waren ein Thema, da in Loudoun auch Wein angebaut wird.
Ferner besuchte die Delegation die George-Washington-Universität, die beispielsweise ein hochmodernes Ausbildungszentrum für Krankenhauspersonal bietet.
Auch das CS Monroe Technological Center war eine Station. Diese Berufsschule ist mit der Konrad-Adenauer-Schule Kriftel partnerschaftlich verbunden; es ist nach Angaben der Loudouner Schulverwaltung die einzige Auslandspartnerschaft einer amerikanischen Berufsschule.
Dass aus Partnern längst Freunde geworden sind, zeigt für Gall ein Konzert des „American Originals Fife and Drum Corps". Die Kapelle, die auch schon im Main-Taunus-Kreis zu Gast war, spielte am Capitol in Washington für die deutschen Besucher.
Ein weiteres Thema war der Schüleraustausch. Unter dem Dach der Kreispartnerschaft wurde vor fünf Jahren das Student Partnership Exchange Program (SPEP) ins Leben gerufen, bei dem schulübergreifend Austauschgruppen zusammengestellt werden. Koordiniert wird dieses Programm mittlerweile vom George C. Marshall International Center in Loudouns Kreisstadt Leesburg. In dem dortigen Altersruhesitz des Architekten des Marshall-Plans für den Aufbau Westeuropas nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Begegnungsstätte eingerichtet.
Neben SPEP gibt es inzwischen direkte Kontakte von Schulen aus dem Main-Taunus-Kreis und Loudoun County untereinander. Wie Schuldezernent Cyriax mitteilt, haben mittlerweile rund 300 Schüler an den Austauschprogrammen teilgenommen.
(8.6.2011)
MTK-Loudoun aktivste Partnerschaft
Gräfin zu Sols-Wildenfels, Landrat Gall. (Bilder: MTK)Transatlantisch im Geiste Marshalls: Gall nimmt Preis der Steuben-Schurz-Gesellschaft für Verbindung MTK-Loudoun entgegen
Für seine Verbindung mit Loudoun County (USA) hat der Main-Taunus-Kreis einen Preis für die aktivste deutsch-amerikanische Städte- und Kreispartnerschaft erhalten. Wie Landrat Berthold Gall mitteilt, wurde die Auszeichnung von der Steuben-Schurz-Gesellschaft vergeben. Die Jury habe damit nicht nur gewürdigt, dass beide Kreise hervorragend vernetzt seien, sondern auch, dass die Kooperation gleichzeitig verbunden sei mit den Aktivitäten der George-Marshall-Gesellschaft.
Der erstmals vergebene Preis ist mit 1000 Euro dotiert. „Das ist eine Auszeichnung für die Bürger des Main-Taunus-Kreises“, unterstreicht Gall. Gleichzeitig stellt er das Engagement der amerikanischen Partner um seinen Amtskollegen Scott York in Loudoun heraus.
Den Preis nahm Gall bei einem Neujahrsempfang der Steuben-Schurz-Gesellschaft entgegen. Deren Präsidentin Dr. Ingrid Gräfin zu Solms-Wildenfels lobte besonders die Zusammenarbeit des MTK mit der George-Marshall-Gesellschaft, die sich für die deutsch-amerikanischen Verbindungen speziell in die Region Washington D.C. einsetzt und ebenfalls von Gall initiiert worden war. Ihr Namensgeber Marshall verbrachte seine letzten Lebensjahre in Loudoun County.
Der hessische Minister für Bundesangelegenheiten, Michael Boddenberg, und US-Generalkonsul Edward Alford unterstrichen in Ansprachen die Bedeutung der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Alford war im vergangenen Jahr auch Gastredner bei einer Veranstaltung der Marshall-Gesellschaft im Landratsamt in Hofheim gewesen.
(13.1.2011)
Weihnachten mit der US Air Force

Auf Einladung der George-Marshall-Gesellschaft war die Band der US Air Forces in Europe (USAFE) in der Stadthalle Eschborn zu Gast. Das Programm mit weihnachtlicher Musik in verschiedenen Stiilen begeisterte vor vollem Haus.
(Bilder: MTK)
(9.12.2010)
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"Kontakte mit Dodona Manor ausbauen"
Die George-Marshall-Gesellschaft will ihre Kontakte zum George Marshall International Center in Dodona Manor (Leesburg, VA) ausbauen. Das teilten Vertreter beider Institutionen in der MTK-Kreisstadt Hofheim mit.
(2.12.2010)
Nahverkehrs-Ideen für den Raum Washington
Die Delegation besuchte auch die Verkehrsleitzentrale in Frankfurt. (Bilder: MTK)Delegation aus Nord-Virginia in Frankfurt/Rhein-Main - Gall: Kontakte über MTK
Das System von Bus und Bahn in Frankfurt/Rhein-Main könnte einen Beitrag für den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs im Großraum Washington D. C. leisten. Wie Landrat Berthold Gall mitteilt, hat sich eine Delegation aus dem US-Bundesstaat Virginia in der Region über das Nahverkehrsnetz informiert. Der Besuch der Northern Virginia Regional Commission (NVRC) war vom Main-Taunus-Kreis angestoßen worden, der mit Loudoun County in Virginia eine Partnerschaft unterhält. „Der Nahverkehr mit Bus und Bahn bringt damit nicht nur die Menschen in Frankfurt/Rhein-Main zusammen, sondern auch uns mit unseren Partnern auf der anderen Seite des Atlantiks", fasst Gall zusammen.
Die NVRC, ein Zusammenschluss aus Kreisen und Städten, übernimmt Aufgaben der regionalen Koordination. Ein Schwerpunkt ist die Beratung beim Aufbau des ÖPNV in der Hauptstadtregion. Dieses Netz muss nach Ansicht der NVRC dringend ausgebaut werden. Beim Besuch in Frankfurt/Rhein-Main wollten sich die Mitglieder Anregungen zur Organisation und Finanzierung holen.
Die achtköpfige Delegation unter Führung des NVRC-Aufsichtsratsvorsitzenden Hal Parrish und des Verbandsdirektors Mark Gibb besuchte während ihres zweitägigen Aufenthalts verschiedene Nahverkehrs- und Planungsinstitutionen in der Region. Bei der Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft (rms) informierte sie sich über den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), seine Angebote und Struktur. Der rms-Geschäftsführer Jörg Puzicha hatte den Besuch der Amerikaner mit vorbereitet.
In der Verkehrsleitzentrale der Frankfurter Verkehrsgesellschaft ließen sich die Besucher zeigen, wie das U-Bahn-Netz gesteuert wird. Beim Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main ging es um die Integration des Verkehrs in die Regionalplanung. Auf dem Flughafen befasste sich die Gruppe mit der Verbindung von Luft- und Bahnverkehr. Die Wege zwischen den Terminen legte sie in U-, S- und Straßenbahnen zurück. „So bot der Aufenthalt neben Fachgesprächen ein unmittelbares Erlebnis, wie gut Bus und Bahn gerade angesichts des Wintereinbruchs in der Region funktionieren", fasst Gall zusammen.
Zur Gruppe gehörte auch Galls Amtskollege Scott York aus dem MTK-Partnerkreis Loudoun County. Logistisch unterstützt wurde der Aufenthalt außerdem von Vertretern der George-Marshall-Gesellschaft. Den Anstoß zum Besuch hatte eine Delegationsreise im Mai unter Führung von Gall in die Region Washington gegeben. Damals waren er, Puzicha sowie andere Vertreter aus dem Main-Taunus-Kreis und der Region mit Experten des öffentlichen Personennahverkehrs im Ballungsraum um die US-Hauptstadt zusammengetroffen.
Neben Frankfurt/Rhein-Main besuchte die Delegation noch ÖPNV-Institutionen in Berlin und Hamburg.
(1.12.2020)
"In Amerika Horizont erweitert"
MTK-Schüler beim Besuch in Washington DC. (Bild: MTK)Austauschschüler aus Partnerkreis Loudoun zurückgekehrt - Gall und Cyriax: Programm hat sich etabliert
Sprachschule, Horizonterweiterung, Schnuppern im globalen Arbeitsmarkt: Das hat zehn Austauschschülern nach Wertung des Main-Taunus-Kreises ein zweiwöchiger Aufenthalt im US-Partnerkreis Loudoun County (Virginia) gebracht. Nach Mitteilung von Landrat Berthold Gall und dem Schuldezernenten, Kreisbeigeordneter Michael Cyriax, ist eine weitere Gruppe von einem Besuch im Rahmen des Student Partnership Exchange Program (SPEP) zurückgekehrt. Das Programm wurde vor vier Jahren von beiden Kreisen initiiert.
In Loudoun konnten sich die Schüler über die Arbeit in verschiedenen Einrichtungen und Institutionen informieren. Dazu gehörte die Arbeit von Deutschlehrern an Schulen, die Familienfürsorge, der Tierschutz, die Zentrale der County-Verwaltung und die aus Bayern stammende Kunststoff-Baufirma Rehau. „Auch dieser achte Besuch im Rahmen von SPEP zeigt, welch hervorragende Chancen dieser Austausch bietet", erläutert Cyriax. „Hier werden nicht nur Sprachkenntnisse gefördert und das Leben beim jeweils anderen Partner kennengelernt, sondern erste Einblicke in das internationale Arbeitsleben geboten".
Untergebracht waren die Schüler in Gastfamilien, mit denen sie auch Ausflüge unternahmen. Dazu gehörte auch ein Tagesbesuch in der nahen Hauptstadt Washington. Bei gemeinsamen Veranstaltungen trafen sie auch Altersgenossen, die demnächst auf Gegenbesuch in den MTK kommen. Sie werden Ende November/Anfang Dezember ebenfalls bei Gastfamilien wohnen und Kurzzeitpraktika absolvieren.
Teilnehmer des Programms waren Mandy Stratmann und Vanessa Dahl (Albert-Einstein-Schule Schwalbach), Yi Min Yang (Brühlwiesenschule Hofheim), Luisa Elnasr (Eichendorffschule Kelkheim), Katharina Hamm und Elias Miorandi (Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim), Aylin Selvi (Heinrich-Böll-Schule Hattersheim), Lisa Herbig (Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn), Ines Schwabe und Katrin Eckhardt (Main-Taunus-Schule Hofheim).
Wie Gall berichtet, hat Loudoun County die Realisierung des Schüleraustauschs inzwischen auf das George C. Marshall International Center übertragen. Der Initiator des Wiederaufbaus in Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg (Marshall-Plan) hatte in der Stadt Leesburg seinen Altersruhesitz genommen. Sein Haus Dodona Manor wurde zum Museum ausgebaut. Kontakte dorthin unterhält die vom MTK initiierte George-Marshall-Gesellschaft e. V. Nach wie vor aber unterstützt der County die Austausche; bei ihrem Besuch trafen die Schüler auch mit dem dortigen Landrat Scott York zusammen.
Vor vier Jahren sei die Kreispartnerschaft geschlossen worden, so Gall. „Was in dieser relativ kurzen Zeit auf die Beine gestellt wurde, hat selbst die größten Optimisten der Gründungsphase überrascht." Die SPEP-Austausche seien längst etabliert, hinzu kämen weitere Felder, auf denen Kontakte angebahnt würden.
(1.11.2010)
Jefferson und der Wein
Tourismusvertreter der Virginia Tourism Corporation waren in Frankfurt zu Gast, um unter anderem für die Region Washington zu werben. Im Zentrum stand dabei der Wein. Am Rande eines Treffens mit Fachmedien und Tourismusvertretern aus der Region Frankfurt nahm auch der Geschäftsführende Vorsitzende Dr. Johannes Latsch teil. Im Gespräch mit Vertretern der Capital Region ging es auch um Perspektiven für den Tourismus zwischen den Regionen Frankfurt und Washington. Eine interessante geschichtliche Gemeinsamkeit sind die Weinliebhabereien des früheren US-Präsidenten Thomas Jefferson.
(23.7.2010)
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"Regionen der Innovation"
Jörg Puzicha (rms, 1. v. l.) und Landrat Gall (2. v. l.) ließen sich die Planungen für die Zubringerbahn zum internationalen Flughafen Washington-Dulles erläutern. (Bild: MTK)Delegation erkundet in Region Washington weitere Felder für Zusammenarbeit
Bei einem Besuch im amerikanischen MTK-Partnerkreis Loudoun County und in der Region Greater Washington hat eine Delegation unter Leitung von Landrat Berthold Gall weitere Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit ausgelotet. „Frankfurt/Rhein-Main mit dem MTK einerseits und Greater Washington andererseits sind Regionen der Innovation", fasst Gall zusammen. „Wir können auf vielen Feldern voneinander lernen."
Bei diesem Besuch hätten sich „eine Fülle von neuen Ansatzpunkten" für weitere Kontakte und Kooperationen ergeben. „In den kommenden Wochen und Monaten muss geklärt werden, wo wir da ansetzen können." Dabei werde er eng mit seinem Loudouner Amtskollegen Chairman Scott York zusammenarbeiten.
Neben Landrat Gall nahmen an dem Besuch weitere Vertreter von Institutionen teil: Jörg Puzicha, Geschäftsführer der Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft; Detlev Osterloh, Geschäftsführer Innovation und Umwelt der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, Olaf Jüptner von der Hessen Agentur und Linhard Stepf von der Standortmarketingagentur FrankfurtRhineMain Corporation in Chicago. Vom Main-Taunus-Kreis waren noch Galls Persönlicher Referent Martin Woitschell und Pressereferent Dr. Johannes Latsch (zugleich Geschäftsführender Vorsitzender der vom Kreis initiierten deutsch-amerikanischen Partnerorganisation George-Marshall-Gesellschaft) dabei.
Schwerpunkte des Besuchs waren mögliche Kooperationen auf den Feldern öffentlicher Nahverkehr, Geschäftsansiedlungen, Informationstechnologie, Katastrophenschutz und Gesundheitswesen. Im Großraum Washington informierten sich die Teilnehmer über ein Milliardenprojekt für eine Zubringerbahn zum internationalen Flughafen, mit Planungsexperten von Loudouns County-Verwaltung erörterten sie die Diskussion um den Ausbau des Frankfurter Flughafens und um gemeinsame Lärmprobleme. Mit Vertretern eines Krankenhauses wurde eine mögliche Kooperation mit den Main-Taunus-Kliniken besprochen.
Weitere Gespräche wurden geführt mit Informationstechnologie- und Verkehrsplanern des Partnerkreises sowie mit Vertretern der Wirtschaftsförderung des Staates Virginia und mit der Northern Virginia Regional Commission, einem Planungsverband für die Region Washington, sowie der Industrie- und Handelskammer in Loudoun.
Die Delegation nahm außerdem an einer Podiumsdiskussion über Energieeffizienz von Unternehmen teil, zu der ein ausgewählter Kreis von Unternehmensvertretern der Region zusammengekommen war. Dort gab der Hessen-Agentur-Vertreter Jüptner einen Überblick über energietechnische Innovationen im Bundesland.
Landrat Gall traf außerdem mit dem Chef der Schulverwaltung Dr. Edgar Hatrick, zusammen, um weitere Perspektiven für den Schüleraustausch zu entwickeln. Besuche in verschiedenen Unternehmen ergänzten das Programm.
(31.5.2010)
Marshall-Plan und geeintes Europa
Im Rahmen des ersten "Brühlwiesengesprächs" an der Brühlwiesenschule Hofheim sprachen Vertreter der George-Marshall-Gesellschaft und der kfw-Bankengruppe über den Zusammenhang zwischen Marshall-Plan und der Einigung Europas. Auf diese Art wurden besonders die Schüler mit dem Thema vertraut gemacht.
Näheres unter http://www.hofheimer-zeitung.de/nachrichten/hofheim/8910635.htm
(18.05.2010)
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Nachwuchsköche beim Amerika-Austausch
Kreisbeigeordneter Michael Cyriax (4. v. l.) empfing die Schüler im Landratsamt. (Bild: MTK)Gäste aus Loudoun an Konrad-Adenauer-Schule
„Der Austausch über den Atlantik nimmt immer mehr an Fahrt auf": Diese Bilanz zieht Kreisbeigeordneter Michael Cyriax anlässlich eines Besuchs von Berufsschülern aus dem US-Partnerkreis Loudoun County im Main-Taunus-Kreis. 21 Berufsschüler des CS Monroe Technological Center besuchen derzeit die Konrad-Adenauer-Schule Kriftel. Sie wurden am Freitag von Cyriax im Landratsamt empfangen. Nach Auskunft der Schulverwaltung von Loudoun ist es der erste internationale Austausch einer Berufsschule in den USA.
Die amerikanischen Schülerinnen und Schüler und ihre vier Begleitpersonen um Schulleiter Wagner Grier halten sich zwölf Tage im Main-Taunus-Kreis auf. Da sie im Hotel- und Gaststättenbereich lernen, werden sie gemeinsam mit Konrad-Adenauer-Schülern in der Lehrküche der Schule kochen, außerdem Kurzpraktika in Hotels und Gaststätten absolvieren. Vorgesehen sind auch Ausflüge im MTK, nach Frankfurt und Heidelberg. Geplant wurde der Besuch vor allem von dem Leiter der Konrad-Adenauer-Schule, Wolfgang Kollmeier, und der Lehrerin Heike Ziller.
Das CS Monroe Technology Center ist eine Berufsschule in der Kreisstadt Leesburg. Mit dem deutsch-amerikanischen Berufsschul-Austausch werde international Pionierarbeit geleistet, erläutert Cyriax. „Das zeigt, dass unsere Kreispartnerschaft nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ ausgebaut wird", stellt der Schuldezernent fest. „Über Speisen und Getränke finden Menschen leicht zueinander, werden auch leichter Sprachbarrieren überwunden. Wenn nun die amerikanischen Nachwuchsköche diesseits des Atlantiks in die Töpfe schauen, dann bringt das die Schüler noch schneller zusammen."
Wie Cyriax erläutert, sind die jetzigen Kontakte Ergebnis eines Besuchs von MTK-Schulvertretern im November 1998. Damals seien auch Verbindungen zu anderen Schulen aufgenommen worden, etwa zwischen dem Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim und der Loudoun County High School und der Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn und der Dominion High School. Bereits seit Jahren habe die Albert-Einstein-Schule Schwalbach Kontakte zur Briar Woods High School. Weitere Verbindungen würden angebahnt. Zudem laufe weiterhin auf Kreisebene der Austausch mit schulübergreifenden Gruppen.
Finanziell unterstützt wird der Aufenthalt der Berufsschüler von der George-Marshall-Gesellschaft e. V.
Näheres zu dem Besuch im Blog http://www.cagoestogermany.blogspot.com/
(12.3.2010)
250 Besucher beim Marshall-Abend

Beim deutsch-amerikanischen Abend der George-Marshall-Gesellschaft wurden unterschiedliche Zugänge zum deutsch-amerikanischen Verhältnis gesucht: Während Prof. Alsheimer (re.) als Zeitzeuge an die Entstehungszeit des Marshall-Plans erinnerte, ging Generalkonsul Alford (Mi.) den Lehren aus dem Marshall-Plan für die moderne Politik bis zu Präsident Obama nach. Landrat Gall (li.) begrüßte beide Redner vor rund 250 Zuhörern im Plenarsaal des Hofheimer Landratsamtes. (Bild: MTK)
10-0211kickoffveranstaltung.pdf
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Rede Generalkonsul Alford 2010.pdf
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Schulaustausch ausweiten
Loudouns Schulinspektor Hatrick trifft SPEP-Gastschüler aus Loudoun County im MTK (Bild: MTK)Noch mehr Schulen sollen Partner werden
Gall und Cyriax: positive Bilanz nach Besuch von Verwaltungsleiter Hatrick aus US-Partnerkreis Loudoun
Die Schulkontakte zwischen dem Main-Taunus-Kreis und Loudoun County (USA) sollen weiter ausgebaut werden. Das ist laut Landrat Berthold Gall und dem Schuldezernenten, Kreisbeigeordneter Michael Cyriax, Ergebnis eines Besuchs von Loudouns Schulverwaltungsleiter Dr. Edgar Hatrick im Main-Taunus-Kreis. „Um diese vielversprechenden Kontakte weiter auszubauen, benötigen wir die Unterstützung der obersten Schulverwaltung von Loudoun", erläutert Cyriax. „Es freut uns, dass wir sie haben." Nachdem inzwischen weitere Kontakte zwischen Schulen in beiden Partnerkreisen geknüpft wurden, wolle Hatrick nun auch prüfen, inwieweit ein Lehreraustausch möglich ist.
Laut Gall und Cyriax nutzte Hatrick seinen Besuch auch, um sich über das Schulangebot im Main-Taunus-Kreis zu informieren. Stationen waren unter anderem die Albert-Einstein-Schule Schwalbach, die bereits Beziehungen mit der Briar Woods High School in Loudoun County unterhält, und das Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim, das kürzlich einen ersten Besuch an der Loudoun County High School organisiert hat. Auf dem Dach der Main-Taunus-Schule informierte er sich über die dortige Photovoltaik-Anlage und im Landratsamt über die computergestützte Gebäudeleittechnik, die eine leichtere Steuerung des Energieverbrauchs an Schulen ermöglicht.
Bei dem Besuch traf Hatrick auch mit Schülern aus Loudoun County zusammen, die sich gerade im Rahmen eines zweiwöchigen Austauschs im MTK aufhielten. Das Student Partnership Exchange Program (SPEP) wird von den beiden Kreisverwaltungen organisiert und gibt Schülern die Möglichkeit, bei Gastfamilien zu wohnen und auch einen Einblick in das Arbeitsleben zu gewinnen. Von MTK-Seite wird das Programm von Vanessa Mohrmann vom Amt für Jugend, Schulen und Sport sowie von dem Kreistagsabgeordneten Edgar Nebel koordiniert. Nebel ist zugleich Vorstandsmitglied der vom Kreis initiierten George-Marshall-Gesellschaft, die dieses Austauschprogramm auch finanziell unterstützt.
Hatricks Behörde ist in Loudoun für die sogenannte innere Schulverwaltung zuständig, also auch für die Lehrer und die Lehrpläne. Den Rahmen setzt ein vom Volk gewählter Gremium, der School Board. Hatrick leitet die Verwaltung nach diesen Grundsätzen. Die grundsätzliche Unterstützung des School Boards für die Partnerschaft hatte eine MTK-Delegation unter Leitung von Cyriax bereits bei einem früheren Besuch gewonnen.
(9.12.2009)
Loudoun-Schüler lernen Rhein-Main kennen
Auch ein Deutsch-Crashkurs gehörte zum Programm (Bild: MTK)Junge Transatlantiker im MTK
Schüler aus Partnerkreis Loudoun County (USA) zu Gast - Gall und Cyriax würdigen Austauschprogramm
Neun Schülerinnen und Schüler aus dem Partnerkreis Loudoun County (USA) sind derzeit im Main-Taunus-Kreis zu Gast. Wie Landrat Berthold Gall und Kreisbeigeordneter Michael Cyriax erläutern, halten sich die Jugendlichen im Rahmen des Student Partnership Exchange Program (SPEP) zwei Wochen lang im Kreis auf. „Das ist ein Beleg dafür, dass es bei unserer Kreispartnerschaft ständig vorwärts geht und junge Menschen aus beiden Ländern zusammengebracht werden", so Gall.
Laut Cyriax bietet das Programm Schülern aus beiden Kreisen Gelegenheit, „ihren Horizont zu erweitern und internationale Erfahrungen zu gewinnen, um die Startchancen im Berufsleben zu verbessern".
Bei ihrem Aufenthalt wohnen die Schülerinnen und Schulen bei Gastfamilien. Sie besuchen den Unterricht an der Albert-Einstein-Schule Schwalbach, dem Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim, der Main-Taunus-Schule Hofheim, der Eichendorffschule Kelkheim und der Heinrich-von-Kleist Schule Eschborn.
Außerdem absolvieren sie Kurzzeit-Praktika, die Einblicke in das Arbeitsleben ermöglichen sollen: in der Kreisverwaltung, bei den Kliniken des Main-Taunus-Kreises, bei der Polizei und im Regionalpark bei der Gesellschaft zur Renaturierung der Weilbacher Kiesgruben. Zum Programm gehören auch Ausflüge nach Frankfurt, nach Heidelberg und in den Wiesbadener Landtag.
Die SPEP-Schüler plauderten auch mit Landrat Gall, Vorsitzender der Marshall-Gesellschaft (Bild: MTK)Wie Cyriax erläutert, werden die Gäste außerdem in einem Crash-Kurs in Kooperation mit der Volkshochschule Main-Taunus auch mit der deutschen Sprache und Kultur vertraut gemacht. Einige der Schüler lernen bereits seit Jahren Deutsch, anderen biete der Kurs ein Basiswissen über Deutschland, „das die Erfahrungen bei dem Aufenthalt weiter vertieft".
Das SPEP wurde laut Gall von den beiden Kreisverwaltungen entwickelt und läuft seit mehreren Jahren. Erst kürzlich waren Schüler aus dem Main-Taunus-Kreis von einem solchen Aufenthalt in Loudoun zurückgekehrt.
Unabhängig davon wird laut Cyriax der Austausch von Schule zu Schule ausgebaut. Die Albert-Einstein-Schule Schwalbach habe bereits Aufenthalte gemeinsam mit der Briar Woods High School in der Stadt Ashburn organisiert. Kürzlich sei eine Schülergruppe des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums von einem Aufenthalt an der Loudoun County High School in Leesburg zurückgekehrt, von dort sei für das kommende Jahr ein Gegenbesuch im MTK geplant. Kontakte zwischen weiteren Schulen würden derzeit geknüpft.
Das SPEP im laufenden Jahr wird auch von der George-Marshall-Gesellschaft unterstützt, die auf Initiative des Landrats gegründet wurde. Sie will die Kreispartnerschaft fördern, darüber hinaus aber die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit in der Region stärken und die historische Leistung von Marshall erinnern, das Wiederaufbauprogramm (Marshall-Plan) nach dem Zweiten Weltkrieg. „Das SPEP wäre ganz im Sinne Marshalls gewesen", so Gall, der auch Vorsitzender der Gesellschaft ist.
(25.11.2009)
Gesellschaft erinnert an Marshalls Todestag
(Bild: MTK)„Marshall hat Wohlstand und Frieden gesichert"
Marshall-Gesellschaft erinnert zum 50. Todestag an Friedensnobelpreisträger
Als einen „Brückenbauer für eine freie Welt" hat Landrat Berthold Gall den vor 50 Jahren gestorbenen früheren US-Außenminister George C. Marshall gewürdigt. An die Verdienste des Friedensnobelpreisträgers erinnert die auf Initiative des Main-Taunus-Kreises gegründete George-Marshall-Gesellschaft, deren Vorsitzender Gall ist. Marshall verbrachte seine letzten Lebensjahre in Loudoun County (Virginia), mit dem der MTK eine Kreispartnerschaft unterhält.
Der 1880 in Pennsylvania geborene Marshall hatte als Stratege bereits im Ersten Weltkrieg gedient und dann im Zweiten Weltkrieg die alliierten Operationen in Europa und im Pazifik gesteuert. 1947 wurde er Außenminister und initiierte das nach ihm benannte Aufbauprogramm für Deutschland und Westeuropa. Darüber flossen rund 13,1 Milliarden Dollar an Krediten und Sachlieferungen nach Europa. Für den „Marshall-Plan" erhielt er 1953 den Friedensnobelpreis. Nach einer kurzen Periode als Verteidigungsminister ging er 1951 in den Ruhestand. Die letzten Jahre verbrachte er in dem Haus Dodona Manor in Leesburg (Loudoun County), das inzwischen zum Museum ausgebaut worden ist. Er starb am 16. Oktober 1959 in einem Washingtoner Krankenhaus.
Die Marshall-Gesellschaft wurde im Juli 2009 gegründet und hat derzeit mehr als 60 Mitglieder, darunter Vertreter von Institutionen aus Wirtschaft, Politik und Kultur. Unterstützt wird sie von einem Kuratorium, dem unter anderem Ministerpräsident Roland Koch sowie Repräsentanten der Fraport, der hessischen Unternehmerverbände, der Europäischen Zentralbank und der Kronberg Academy angehören.
Laut Gall stellt die Gesellschaft den engen Zusammenhang zwischen deutsch-amerikanischer Freundschaft, wirtschaftlicher Entwicklung und freiheitlicher Ordnung heraus. Marshalls Wiederaufbauprogramm habe „die Voraussetzungen für Wohlstand, Demokratie und die Integration der Bundesrepublik Deutschland in die freie Welt geschaffen". Die Gesellschaft wolle auf regionaler Ebene die transatlantische Zusammenarbeit fördern, besonders im wirtschaftlichen Bereich. So setze sie sich für Beziehungen zwischen den Regionen Frankfurt/Rhein-Main und Greater Washington ein. Der MTK-Partnerkreis Loudoun County liegt ebenfalls in der Hauptstadtregion.
Neben öffentlichen Vorträgen will sich die Gesellschaft auch für den bereits bestehenden Schüleraustausch zwischen dem MTK und Loudoun County einsetzen. „Dieser Austausch erweitert den Horizont der Teilnehmer und schafft Voraussetzungen, dass sie den Herausforderungen des globalen Arbeitsmarktes gegenübertreten können. Gleichzeitig fördert er durch den persönlichen Brückenbau das Verständnis des jeweils anderen Landes", so Gall. „Das wäre ganz im Sinne George Marshalls gewesen."
(15.10.2009)
Schüleraustausch erweitern
(Bild: MTK)„Austausch über den Atlantik wird ausgebaut"
Cyriax: Schülerbesuch in Loudoun County (USA) - Weitere Schulen bauen Kontakte auf
„Der Ausbau des Schulaustauschs über den Atlantik geht weiter voran": So bewertet der MTK-Schuldezernent, Kreisbeigeordneter Michael Cyriax, die Beziehungen in den amerikanischen Partnerkreis Loudoun County (Virginia). Ein weiterer Besuch von MTK-Schülern in den USA werde derzeit vorbereitet. Außerdem planten weitere Schulen, im kommenden Jahr Programme mit US-Partnern in dem County zu starten.
Nächstes konkretes Projekt ist laut Cyriax der Schüleraustausch im Herbst. Demnach wird Ende September eine weitere Gruppe von zehn Schülerinnen und Schülern aus dem MTK nach Loudoun reisen. Sie ist auf Einladung der County-Verwaltung bei Gasteltern untergebracht und hat die Möglichkeit, Einblick in das dortige Arbeitsleben in Wirtschaft und Verwaltung zu gewinnen. Es ist der mittlerweile vierte Besuch einer MTK-Gruppe im Rahmen des Student Partnership Exchange Program (SPEP) mit der Loudoun-Verwaltung. Später im Jahr sei dann ein Gegenbesuch von amerikanischen Schülern im MTK geplant.
Unabhängig von dem SPEP würden direkte Kontakte zwischen Schulen aufgebaut. Dies ist den Angaben zufolge auch das Ergebnis eines Delegationsbesuchs unter Cyriax' Leitung im November 2008, an dem leitende Schulvertreter aus dem MTK teilgenommen hatten.
Erstmals werden Schüler des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums Flörsheim gemeinsam nach Loudoun fliegen. 23 Jugendliche werden Mitte Oktober bis Anfang November die Loudoun County High School besuchen. Ein Gegenbesuch ist im Umfeld der Osterferien 2010 geplant. Ebenfalls im kommenden Jahr will die Albert-Einstein-Schule Schwalbach ihren bereits bestehenden Austausch mit der Briar Woods High School fortsetzen.
Weitere Schulen wollten mit unterschiedlichen Mitteln und in unterschiedlicher Intensität im kommenden Jahr einen Austausch aufbauen und hätten dafür Partner gewonnen: die Eichendorffschule Kelkheim, die Elisabethenschule Hofheim, die Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn und die Konrad-Adenauer-Schule Kriftel.
(1.9.2009)
Fife and Drum in Rhein-Main
Laut wird es, wenn die "Originals" auftreten (Bild: MTK)Musikalische Botschafter aus Loudoun County
„The American Originals Fife and Drum Corps" gastiert im Main-Taunus-Kreis
Musikalische Botschafter aus Amerika kommen demnächst in den Main-Taunus-Kreis. Auf Einladung des Main-Taunus-Kreises treten die „American Originals Fife and Drum" mit rund 40 Musikern auf. Die Bläser- und Trommlertruppe stammt aus dem amerikanischen Partnerkreis Loudoun County (Virginia) und dem Großraum Washington.
„Vertreter des MTK haben die ‚American Originals' bereits in ihrer Heimat gesehen, und wir freuen uns, dass sich jetzt auch die Bürger des Main-Taunus-Kreises von der Begeisterung der Musiker anstecken lassen können", so Landrat Berthold Gall.
Die Gruppe tritt am Dienstag, 7. Juli, um 16 Uhr im Main-Taunus-Zentrum in der Markthalle auf, außerdem am Mittwoch, 8. Juli, um 19 Uhr am Bürgerzentrum Niederhöchstadt im Rahmen des Eschborner Sommerprogramms „Summertime".
Fife and Drum Corps sind eine Spezialität der US-amerikanischen Musikszene. Die Bands spielen Stücke aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges im 19. Jahrhundert in traditionellen Uniformen mit ausgefeilter Choreographie. Leiter der „American Originals" ist Mike Mallonee, den Auftritt führt als „Drum Major" Georgia Graves, die bereits verschiedentlich im MTK zu Besuch war und die Kreispartnerschaft wesentlich unterstützt.
(29.6.2009)
Gründungsversammlung 2009
Gründungsversammlung auf der Air Base (Bild: MTK)Neue Brücke nach Amerika
George-Marshall-Gesellschaft auf Wiesbaden Airfield gegründet
In der Region Frankfurt/Rhein-Main wird eine neue Brücke nach Amerika gebaut. Auf Initiative von Landrat Berthold Gall ist auf dem US-Stützpunkt Wiesbaden-Erbenheim die
„George-Marshall-Gesellschaft (e.V.) - Verein zur Förderung der deutsch-amerikanischen Beziehungen und der Kreispartnerschaft MTK-Loudoun" gegründet worden. Die Gesellschaft soll an die historischen Verdienste des früheren US-Außenministers („Marshall-Plan") erinnern und vielfältige Kontakte zwischen der Region und den USA knüpfen. Gall wurde von den rund 40 Gründungsmitglieder einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Auch Amerikaner sind in dem Zusammenschluss vertreten.
„Diese Gesellschaft ist ein nach Idee und personeller Zusammensetzung einzigartiges Projekt, das beide Seiten des Atlantiks verbindet", fasst Gall zusammen. „Sie bringt Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft an einen Tisch, die ein Gedanke eint: dass die deutsch-amerikanische Freundschaft ein Garant der Freiheit war, ist und sein wird."
Als regional angelegte Initiative verfolge die Gesellschaft drei Ziele, erläutert der Vorsitzende: Sie soll an den Marshall-Plan erinnern, der die Voraussetzungen zum wirtschaftlichen Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg schuf und damit zur Integration der Bundesrepublik in den Westen beitrug. Außerdem soll sie die deutsch-amerikanische Freundschaft und die Beziehungen zwischen beiden Ländern in der Region Frankfurt/Rhein-Main fördern. Ferner soll sie die Kreispartnerschaft zwischen dem Main-Taunus-Kreis und Loudoun County im Großraum Washington unterstützen. In diesem Kreis hatte der frühere US-Außenminister seinen Altersruhesitz genommen; das Haus wurde inzwischen zum Informationszentrum ausgebaut.
Die Ziele werden verfolgt unter anderem durch öffentliche Vorträge und andere Veranstaltungen, außerdem durch das Knüpfen von Kontakten in Gesellschaft, Politik und Kultur sowie durch die Förderung des Schüleraustauschs mit Loudoun County.
Als Gründungsort hatte Gall nach eigenem Bekunden das Wiesbaden Army Airfield gewählt, weil es in besonderer Weise die US-Präsenz in der Region spiegele. So seien hier während der Luftbrücke Flugzeuge Richtung Berlin gestartet, jetzt sei es die einzige verbliebene Garnison in Hessen; ihre Vergrößerung sei geplant. Der Standortkommandant Colonel Jeffrey Dill sagte der Marshall-Gesellschaft bei ihrer Gründungsversammlung seine Unterstützung zu.
Zum Vorstand gehören neben Landrat Gall als Geschäftsführender Vorsitzender der MTK-Pressereferent Dr. Johannes Latsch sowie als Beisitzer Dr. Jürgen Ratzinger (Geschäftsführer Internationales der Industrie- und Handelskammer Frankfurt), der Unternehmensberater Bernhard Läpke, Edgar Nebel (Albert-Einstein-Schule Schwalbach) und Wolfgang Kollmeier (Leiter der Konrad-Adenauer-Schule Kriftel) an. Alle Wahlen verliefen einstimmig.
Zur Gründungsversammlung waren Vertreter aus Wirtschaftsunternehmen, Bildung, Kultur und Politik erschienen. Das Kuratorium, das der Vorstand noch berufen will, bilden unter anderem der Hessische Ministerpräsident Roland Koch sowie Repräsentanten der Europäischen Zentralbank, der Fraport AG, der amerikanischen Handelskammer AmCham Hessen, der hessischen Unternehmerverbände sowie der Kronberg Academy und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.
Laut Gall hat die Gesellschaft bereits die ersten amerikanischen Mitglieder. Der oberste politische Vertreter von Loudoun County, Chairman Scott York, sowie weitere Gäste aus Greater Washington waren bei der Gründungsversammlung dabei. Sie gastierten mehrere Tage mit dem „Armerican Originals Fife and Drum Corps" im MTK und spielten auch bei der Gründungsversammlung. Zudem habe aus Loudoun bereits die „Lovettsville German Society" ihre Mitgliedschaft angekündigt.
Den nach ihm benannten Marshall-Plan zum Wiederaufbau Deutschlands und Europas hatte Marshall 1947 angestoßen. Anlass waren für ihn in erster Linie die Not im Nachkriegsdeutschland und die Sorge, die Sowjet-Diktatur Stalins könne sich auch Westeuropa einverleiben. Das „European Recovery Program" (Europäisches Wiederaufbauprogramm) stellte in vier Jahren insgesamt rund 14 Milliarden Dollar (nach heutigem Wert etwa 75 Milliarden Euro) an Krediten und Waren zur Verfügung. Davon erhielt die Bundesrepublik alleine 1,4 Milliarden Dollar. 1953 erhielt Marshall für seine Verdienste den Friedensnobelpreis.
(8.7.2009)
Wirtschaftskontakte anbahnen
(Biild: MTK)„Wirtschaftskontakte nach Amerika anstoßen"
Delegation in MTK-Partnerkreis Loudoun County und Washington
„Der MTK entwickelt sich zum Motor der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Region Frankfurt/Rhein-Main und dem Großraum Washington": Dieses Fazit zieht Landrat Berthold Gall nach einem Besuch im amerikanischen Partnerkreis Loudoun County und in der US-Hauptstadt. Eine Delegation unter seiner Führung hatte dort die Möglichkeiten von Wirtschaftskontakten ausgelotet. „Nachdem der Schüleraustausch zwischen den beiden Kreisen in die richtigen Kanäle gebracht ist, wollen wir jetzt auch die Schienen für wirtschaftliche Kooperationen legen", fasst Gall zusammen. Er und sein Amtskollege Scott York in Loudoun County würden die nächsten Schritte entschlossen angehen.
Zur Delegation gehörten der Eschborner Bürgermeister Wilhelm Speckhardt sowie der Geschäftsführer Internationales bei der Industrie- und Handelskammer Frankfurt, Dr. Jürgen Ratzinger, der Amerika-Repräsentant der internationalen Standortmarketing für Frankfurt/Rhein-Main mit Sitz in Chicago, Linhard Stepf, sowie der MTK-Regionalbeauftragte Martin Woitschell und der Kreispressereferent Dr. Johannes Latsch.
In Loudoun County konnte sich der MTK unter anderem mit einem Stand auf der Gewerbemesse BizOps und bei einem Treffen der dortigen Handelskammer präsentieren. Umgekehrt wird Vertretern von Loudoun County im kommenden Jahr die Möglichkeit geboten, öffentlich im MTK und in der Region über ihren Unternehmensstandort zu informieren.
Bei Besuchen in der Deutschen Botschaft in Washington D.C., bei der Handelskammer des Großraums Washington und der dortigen Wirtschaftsförderung fanden die Teilnehmer nach eigenem Bekunden zahlreiche Punkte, die für künftige Kooperationen mit Frankfurt/Rhein-Main und dem MTK sprächen. Beispielsweise seien öffentlicher Nahverkehr und effizientes Energiemanagement Themen, die im Raum Washington auf großes Interesse stießen; gerade auf diesen Feldern habe der MTK und die Rhein-Main-Region Erfahrungen. Auch die Struktur mit einem internationalen Großflughafen spreche für Kooperationen.
Bei einem Treffen mit in Washington lebenden deutschen Unternehmensberatern und anderen Wirtschaftsfachleuten wurden ebenfalls für eine Zusammenarbeit geworben und erste konkrete Ansätze gefunden.
(19.6.2009)
Marshall-Gesellschaft geplant
Marshall-Portrait im Alterssitz Dodona Manor in Leesburg (Bild: MTK)Partnerschaft und Marshall-Plan
60. Jahrestag des Wiederaufbauprogramms: Gall ruft zur Gründung eines MTK-Loudoun-Förderkreises auf
Zur Pflege der Kreispartnerschaft mit Loudoun County (USA) und zur Erinnerung an den früheren US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger George C. Marshall will Landrat Berthold Gall einen Förderkreis gründen. Aus Anlass des 60. Jahrestages von Marshalls Rede am 5. Juni, die den Anstoß zum Wiederaufbauprogramm nach dem Krieg („Marshall-Plan") gab, ruft Gall interessierte Bürger und besonders auch Vertreter der Wirtschaft auf, die 2006 geschlossene Kreispartnerschaft zu unterstützen.
„Das ist ein ambitioniertes Vorhaben. Wir brauchen engagierte Bürgerinnen und Bürger, die mit Freude Pionierarbeit leisten und diese Brücke über den Atlantik bauen wollen", fasst Gall zusammen. Einzelheiten zu der Fördergesellschaft sollen noch festgelegt werden.
Marshall bietet sich laut Gall als zentrales Thema der Partnerschaft an, weil der frühere Außenminister in Loudouns Kreisstadt Leesburg seinen Altersruhesitz hatte und sich das dortige, von einer Stiftung geführte Museum intensiv um die Vermittlung von Marshalls Erbe kümmert. Für Deutschland und damit auch den Main-Taunus-Kreis sei die Beschäftigung mit dem Marshall-Plan wichtig, weil damit vor 60 Jahren der Grundstock zur wirtschaftlichen Gesundung des nach dem Krieg darniederliegenden Landes gelegt wurde.
Im Zuge des Austauschs mit Loudoun County hatte im Januar eine Schülergruppe aus dem MTK Dodona Manor besucht und sich dabei mit Marshall beschäftigt. Im Rahmen eines Fortbildungsprogramms wird im Sommer eine amerikanische Lehrerin zu Gast an der Main-Taunus-Schule Hofheim sein, um mit Lehrern über die Vermittlung des Themas Marshall-Plan im Unterricht zu sprechen.
Im Zentrum der Partnerschaft mit Loudoun County stehen neben dem Schüleraustausch auch Wirtschaftskontakte. Für die von Gall geplante Gesellschaft werden Interessenten aus dem Kreis und der Region gesucht, die bereit sind, sich aktiv an der Förderung der Partnerschaft und der Vermittlung von Marshalls Erbe zu beteiligen. Auf diese Weise möchte der Landrat auch Quellen für eine finanzielle Unterstützung erschließen, um die Kreispartnerschaft zu einem „lebendigen Austausch über den Atlantik" werden zu lassen.
Denkbare Interessenten wären beispielsweise Bürger mit Verbindungen nach Amerika und einem besonderen Interesse an der Pflege deutsch-amerikanischer Beziehungen, Unternehmensvertreter, Vertreter von Bildungseinrichtungen und anderen Institutionen.
„Die Lebensgeschichte des Soldaten und Friedensnobelpreisträgers Marshall, die Situation im Nachkriegsdeutschland, die amerikanisch-deutschen Beziehungen, der Beginn der europäischen Integration, die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Wohlstand und Demokratie: das Thema Marshall bietet eine Fülle von Anregungen, sich mit dieser für die Zukunft Europas so entscheidenden Epoche zu beschäftigen", fasst Gall zusammen. Besonders die Schulen seien gefordert, bei der Generation der Nachgeborenen Kenntnis und Verständnis für die damaligen Verhältnisse zu vermitteln.
Die aktuellen Debatten um den Irak-Krieg drohten die traditionellen Dimensionen des Verhältnisses zu den USA zu überschatten: „Amerika hat Deutschland von Hitler befreit und nach dem Krieg verhindert, dass Westeuropa der sowjetischen Diktatur anheimfiel. Wir sind eine Wertegemeinschaft."
In einer Rede vor Studenten an der Universität Harvard hatte Marshall am 5. Juni 1947 den später nach ihm benannten Plan zum Wiederaufbau Deutschlands und Europas angestoßen. Anlass waren für ihn in erster Linie die Not im Nachkriegsdeutschland und die Sorge, die Sowjet-Diktatur Stalins könne sich auch Westeuropa einverleiben.
Das von Marshall initiierte „European Recovery Program" (Europäisches Wiederaufbauprogramm) stellte in vier Jahren insgesamt rund 14 Milliarden Dollar (nach heutigem Wert etwa 75 Milliarden Euro) an Krediten und Waren zur Verfügung. Davon erhielt die Bundesrepublik alleine 1,4 Milliarden Dollar. Koordiniert wurden die Transfers über die neu gegründete Organisation for European Economic Cooperation, der Marshall-Plan gilt damit auch als Vorbereitung der europäischen Einigung und der späteren EU.
Vor seiner politischen hatte Marshall eine militärische Karriere hinter sich gebracht. Der 1880 in Pennsylvania Geborene hatte am Ersten Weltkrieg teilgenommen, im Zweiten Weltkrieg die alliierten Operationen in Europa und im Pazifik koordiniert und nach Kriegsende erfolglos versucht, zwischen den Bürgerkriegsparteien in China zu vermitteln. Aus dem Ruhestand wurde er von Präsident Harry S. Truman als Außenminister reaktiviert.
1953 erhielt Marshall den Friedensnobelpreis. Die Demokratie, so formulierte er es in seiner Dankesrede, berge die „Samen unbegrenzten Fortschritts der menschlichen Rasse" („the seeds of unlimited progress by the human race").
(4.6.2007)